
Pflaumen-Chutney
Chutneys sind eine Art süß-saure Marmelade, für die Obst – zum Teil im Mix mit Gemüse – eingekocht und mit Essig, Zucker und Gewürzen abgeschmeckt wird.
Bei mir landen heimische Zwetschgen im Topf und u.a. Schalotten, Senf und Thymian gesellen sich dazu. Ein deftiger Frucht-Dip der gut zu Käse, Fisch und Fleisch passt.
Das Rezept habe ich für die WDR Sendung „hier und heute“ entwickelt.
Zutaten
4 Schalotten
2 EL Olivenöl
1 kg reife, süße Pflaumen oder Zwetschgen
2 EL Senf mittelscharf
Chili-Flocken oder Cayennepfeffer nach Belieben
2 Nelken
100 g Gelierzucker 2:1
50 ml Balsamico Essig
0,1 l Rotwein oder Trauben- bzw. Pflaumensaft
4 EL Honig
2 Zweige Thymian
2 Blättchen Salbei
Fleur de Sel
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
- Schalotten schälen und sehr fein würfeln. In einem Topf in Öl anschwitzen.
- Derweil die Pflaumen waschen, halbieren, entkernen und in feine Stücke schneiden.
- Senf und Chili bzw. Cayennepfeffer sowie die Nelken zu den Schalotten geben und alles gut mischen.
- Zucker hinzufügen und leicht karamellisieren lassen.
- Mit Essig und Rotwein bzw. Traubensaft ablöschen.
- Honig, Thymian, Salbei, Salz und Pfeffer hinzufügen alles noch einmal kräftig aufkochen.
- Pflaumenstückchen hinzufügen und alles bei wenig Hitze ca. 20 Minuten schmoren. Immer wieder umrühren.
- Wenn das Chutney schön eingekocht ist, Nelken, Thymian und Salbei herauspicken und entsorgen.
- Chutney mit Salz und Pfeffer und nach Belieben mit Honig abschmecken.
Allgemeine Tipps:
- Gleich eine größere Menge kochen und noch heiß in sterilisierte Marmeladengläser abfüllen, verschließen und ein paar Minuten auf den Kopf stellen. Wieder umdrehen und abkühlen lassen. So hält das Chutney mehrere Monate. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren.
- Die Einmachgläser und die Deckel etwa 5 Minuten in kochendes Wasser tauchen und mit einer Zange herausnehmen. Die ausgekochten Gläser und Deckel auf einem sauberen Küchentuch abtropfen lassen.
- Das Chutney schmeckt zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder Gemüse sowie zu deftigem Käse. Oder aber zu kaltem Braten-Aufschnitt.
- Wenn man die Garzeit verlängert, kann man die Flüssigkeit weiter reduzieren, das Chutney wird kompakter und insgesamt würziger.
- Wer die Stückchen nicht mag, kann das Chutney pürieren.
- Für ein Grillfest z.B. kann man es auch mit etwas geräuchertem Salz verfeinern – so wird es noch deftiger und bekommt eine BBQ-Note.
- Die Kräuter und Gewürze kann man nach Belieben variieren.

